Besuch von 380 italienischen Schülern in Nichel

sabinchenfest.de

Am 18.02.2017 besuchten 380 Schülerinnen und Schüler aus der Emilia-Romagna, gemeinsam mit ihren Lehrern und Lehrerinnen, die Gedenkstätte in Nichel. Begrüßt wurden die italienischen Gäste dort von Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Nichel war in der vergangenen Woche nur eine Station unter mehreren für die jugendlichen Italiener. Zuvor hatten sie bereits die Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück, sowie das Dokumentationszentrum Zwangsarbeit mit der kürzlich vom damaligen Außenminister und designierten Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) und dem italienischen Außenminister Paolo Gentiloni eröffneten Sonderausstellung „Zwischen allen Stühlen – die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943-1945“ besucht.

In Nichel angekommen, konnten die Schülerinnen und Schüler mit Liedern, Gedichten und eigenen Erzählungen ihre Gedanken zu ihrem Besuch in Deutschland zeigen. Bürgermeister Knape machte in seinem Grußwort an die italienischen Gäste auf die Ruhe, die der Ort trotz seiner unfassbaren Geschichte und die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt ausstrahlt, aufmerksam. Dieser Ort, so Knape, wirft in ihm immer wieder die unbeantwortbare Frage, nach dem WARUM des Krieges auf. Knape betonte, dass in den vergangenen Jahren an der ehemaligen Kiesgrube in Nichel ein Gedenkort entstanden ist, an dem drei Nationen, die sich noch vor Jahrzehnten in unendlicher Grausamkeit bekämpften, heute die Hände zur Versöhnung reichen. Russen, Italiener und Deutsche, senden Jahr für Jahr von Nichel aus ein starkes Zeichen für ein friedliches Europa. Die 380 Schülerinnen und Schüler aus Italien sind mit ihrer Form des Gedenkens  ein unübersehbarer Teil dieses Zeichens geworden. Mit Sicht auf die aktuelle Situation der Welt, auch ein gutes Zeichen der Hoffnung. (Quelle Beitagsbild oben: https://www.facebook.com/ViaggiMemoriaIstoreco/?pnref=story)

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