Gedenken zum Volkstrauertag in Treuenbrietzen

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Wie in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland, wurde am Volkstrauertag auch in Treuenbrietzen den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Heute um 11:00 Uhr trafen sich ca. 40 Bürger an der Gedenkstätte in der Jüterboger Straße. Unter den Anwesenden waren der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Michael Mrochen und bis auf die Partei Die Linke, Vertreter aller Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. Begleitet wurde die Kranzniederlegung vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde.

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Pfarrer G. Seidel

Nach einer Andacht von Pfarrer Gunther Seidel, gedachte Bürgermeister Michael Knape in seiner Ansprache an die unzähligen Opfer von Krieg und Gewalt.

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Bürgermeister M. Knape

In seiner Rede ging Knape auch auf die Verantwortung der heute lebenden ein: „Damals wie heute sind es neben fehlender Empathie und kleinbürgerlicher Enge auch Geschichtsvergessenheit auf der einen und Geschichtsversessenheit auf der anderen Seite, die den Nährboden für die  giftigen Blindtriebe bilden. Und an dieser Stelle beginnt die Verantwortung jedes einzelnen der heute hier gekommen ist und noch mehr all jener, die heute hier nicht herkommen sind. Bürger, Gesellschaft und Politik sollten gemeinsam nicht nach dem mit Gift versprühenden Trennenden suchen, sondern gerade an diesem wichtigen Wendepunkt unsere freien Gesellschaft und Welt, die Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen sichern und verteidigen. Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger, die Gesellschaft in ihrer gesamten Breite und die Politik mit ihren Vertreter die Pflicht, bei all dem was sie tun, was sie schreiben und wie sie dieser Verantwortung gerecht werden, sich an die besondere Geschichte unseres Landes und ihre Auswirkung auf uns alle zu erinnern, vor Augen zu halten und sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu sein. Wer an dieser Stelle leichtfertig handelt, der trägt dazu bei, dass der Hass und die sich daraus ergebenen Folgen über uns die Oberhand gewinnt. So wie wir es unseren nachkommenden Generationen vorleben, so wird diese darüber urteilen und ihren Beitrag leisten hoffentlich zu allererst mit Würde und in friedlicher Absicht eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.“

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Gedenkstelle auf Friedhof in der Belziger Straße 

Im Anschluss wurde mit Kranzniederlegungen auf dem Friedhof in der Belziger Straße und auf dem Friedhof im Ortsteil Dietersdorf Opfern des ersten und zweiten Weltkrieges gedacht.

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M. Knape und M. Mrochen auf dem Friedhof Dietersdorf
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